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Nach drei Unentschieden in Serie war es eigentlich wieder an der Zeit für einen Dreier. Die Ausgangslage für Genoa war aber keine leichte. Mit der Roma wartete ein starker Gegner auf die Grifoni, ein Gegner, der am Ende einfach zu stark war.
Auf der Pressekonferenz Samstag Nachmittag ließ Gigi De Canio bereits paar Änderungen anklingen. “Immobile hat leichtes Fieber, vielleicht spielt Jorquera. Granqvist könnte Sampirisi ersetzen. Man darf dies nicht als Bestrafung für Sampirisi sehen, aber für mich muss ein Spieler spielen der am Maximum seiner Möglichkeiten ist. Granqvist gefällt mir sehr.” Und so kam es dann auch, Jorquera ersetzte Immobile, Granqvist rückte statt Sampirisi in die Mannschaft, Cesare Bovo spielte dafür als Außenverteidiger. Im Mittelfeld haben sich mittlerweile Kucka, Seymour und Jankovic etabliert, den vierten Platz bekam gegen die Roma Luca Antonelli, der im Mittelfeld zuletzt gute Leistungen brachte. Bertolacci war trotz mehreren starken Spielen nur Ersatz, ebenso Merkel. Cristobal Jorquera bekam gestern zum zweiten Mal heuer die Chance sich von Beginn an zu beweisen.

Genoa erwischte einen sehr guten Start in die Partie. Bereits nach sieben Minuten gingen die rot-blauen in Führung. Borriello legte stark mit der Ferse auf Kucka ab, der den Ball souverän ins lange Eck schoss. Nur sieben Minuten später folgte erhöhte Bosko Jankovic auf 2-0. Zuerst ging sein akrobatischer Seitfallzieher noch an die Latte, doch Jorquera brachte ihn nochmal auf Jankovic, dessen Seitfallzieher nun den Weg ins Tor findet. Doch in dieser Tonart ging es nicht weiter, es folgte auch nicht das 3-0 in Minute 21. Die Roma steckte die Gegentore gut weg und war klar überlegen. Zuerst näherte sich Alessandro Florenzi mit einem tollen Volley dem Tor von Seba Frey, kurze Zeit später war es dann so weit. Francesco Totti erzielte mit einem guten Flachschuss aufs lange Eck sein Tor #217. Die Roma drückte weiter, konnte sich aber nur wenige Chancen herausspielen. Einzig Florenzi und Totti wurden gefährlich, während Genoa in der Offensive nur durch einen Weitschuss von Jorquera auffiel. Es kam, was kommen musste: Der Ausgleich. Pablo Osvaldo kommt nach einer Flanke von Piris im Strafraum völlig frei zum Ball und macht, wie schon Jankovic zuvor, per Seitfallzieher das Tor. Während Osvaldo völlig frei stand wurde zum Glück Federico Balzaretti mit gleich drei Mann gedeckt. Trotz der 2-0 Führung von Genoa war der Ausgleich der Roma verdient, die Ballbesitzstatistik (Roma 63 %, Genoa 37 %) unterstrich zur Halbzeit die Überlegenheit der Gäste.

In der zweiten Halbzeit gab es leider ein unverändertes Bild: Genoa kam kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus. Auch die Einwechslung von Immobile für Jorquera sorgte nicht für mehr Offensivschwung. Nach einer Ecke von Florenzi ging die Roma dann in Führung, Kopfballtor von Pablo Osvaldo. De Canio reagierte darauf mit den Einwechslungen von Bertolacci (für Seymour) und Melazzi (für Antonelli). Doch De Canio hat schon bessere Entscheidungen getroffen, in der Folge wusste sich Genoa noch weniger zu helfen. An dieser Stelle hätte das Mittelfeld wohl eher einen Kämpfer wie Anselmo gebraucht. Um Minute 80. herum bettelte Genoa um das 2-4 und irgendwann war es dann auch so weit. De Rossi legte auf Lamela ab und der Argentinier schlenzte den Ball gut ins Eck. Der Schlusspunkt in einer ganz schwachen Partie.
Das Spiel hat Genoa hauptsächlich im Mittelfeld verloren, wo kaum Zweikämpfe gewonnen wurden und wo die Roma das Spiel dominiert hat. Kucka machte kein schlechtes Spiel, aber die Vorstellung von Felipe Seymour war ganz schwach. Positiv herausgestochen sind eigentlich nur Borriello, Jorquera und Kucka.