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Gestern Abend war es endlich so weit: Genoa startet in die neue Saison. Der Gegner war Cagliari Calcio. Für Genoa war es das erste Heimspiel im Luigi Ferraris nach den Ausschreitungen vom Spiel gegen Siena.
Auf die Aufstellung war ich schon sehr gespannt. Hier gab es nämlich einige offene Fragen. Im Tor stand natürlich Sebastien Frey, die Innenverteidigung wurde wie erwartet von Andreas Granqvist und Michele Canini gebildet. Außen spielten Mesto und Antonelli, Tomovic und Moretti mussten beide auf der Bank Platz nehmen. Im Mittelfeld war eigentlich alles offen. Fast alles, denn Kucka hat laut Aussage von De Canio quasi einen Fixplatz im Mittelfeld. In der Mitte sollte einer aus Tözser und Seymour spielen, halblinks entweder Alexander Merkel, Cristobal Jorquera oder Marco Bertolacci. De Canio entschied sich für Seymour und Merkel. Jorquera durfte dafür als Linksaußen ran. Immobile konnte sich anscheinend in der Vorbereitung gegen Gilardino durchsetzen und spielte 90 Minuten durch. Rechtsaußen ist Bosko Jankovic gesetzt, der Serbe ist unter De Canio sogar der neue Vize-Kapitän und da der eigentliche Kapitän Marco Rossi heuer vermutlich keinen Stammplatz mehr hat, wird Jankovic heuer noch auf die Schleife tragen.
Richtig gefährlich wurde es im Spiel erstmals nach 15 Minuten. Felipe Seymour spielte von der Mittellinie aus einen perfekten hohen Ball in den Strafraum auf Jankovic. Gute Ballannahme von Jankovic und dann ein Trikotzupfen von Astori. Es gibt Elfmeter. Cristobal Jorquera tritt an und verschießt. Nach 30 Minuten wurden dann die Chancen häufiger. Radja Nainggolan gab den ersten gefährlichen Torschuss für Cagliari ab, kurz danach gab Jankovic einen richtig gefährlichen Freistoß aus 30 Metern Entfernung ab. Natürlich wieder in klassisch schwuler Cristiano Ronaldo-Freistoßhaltung. In der 39 Minute ein starker Kopfball von Pinilla und direkt im Gegenzug schießt Immobile nur knapp neben das Tor von Agazzi. In der 50. Minute dann der verdiente Führungstreffer für Genoa. Andreas Granqvist geht in bester Pique-Manier mit vor, bekommt einen Steilpass in den Strafraum, Agazzi kommt raus und im letzten Moment klärt Davide Astori den Ball. Doch Astori klärt den Ball genau auf Merkel, der nur noch ins leere Tor einschieben muss. Cagliari wurde immer wieder mit Kopfbällen gefährlich. Pinilla war dem Ausgleich schon sehr nahe, Frey war an diesem Tag aber einfach nicht zu bezwingen. Später hatte noch der Verteidiger Rossettini innerhalb von zwei Minuten zwei gefährliche Kopfbälle. An dieser Stelle wäre der Ausgleich eigentlich verdient gewesen. Doch er fiel nicht und in der 85. Minute erhöte Genoa noch auf 2:0. Nach einem schweren Fehler von Davide Astori bekommt Ciro Immobile den Ball, zieht schnell in die Mitte, vorbei an Rossettini und schießt dann perfekt aufs rechte Eck. Keine Chance für Agazzi. Es war kein glanzvoller, aber am Ende doch ein verdienter Sieg. Die Mannschaft hat auf jeden Fall besser gespielt als erwartet.
Il Migliore - Sebastien Frey
Sebastien Frey war eindeutig der beste Akteur am Platz. Mit einigen sehr guten Paraden hielt er sein Tor sauber. Frey gibt sich nach dem Sieg natürlich auch zufrieden: “Ich weiß wie viel ich Wert bin und wie viel ich geben kann.”