Rotundblau - Offener Brief von Enrico Preziosi

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Rotundblau

Tweets von @AlexBelinger
Apr. 25 '12

Offener Brief von Enrico Preziosi

Was Sonntag im Marassi vorgefallen ist hinterlässt uns beschämt und beleidigt. Die Bilder von Sonntag Nachmittag waren negativ: Wir müssen neu starten und überdenken wie wir eine bessere Sportkultur, besseres Verhalten und striktere Regeln erreichen.

Es wurde viel gesprochen und viele Meinungen geäußert, über was richtig und falsch war, während der Spielunterbrechung. Zuerst ist es Wert zu sagen, dass in diesen Umständen, während die Rolle eines jeden bewusst ist, die Emotionen über Vernuft siegen.

In diesen Momenten ist es leicht Fehler zu machen, aber diese sicherlich in guten Glauben. Der Verein, die Ordnungskräfte, die Beamten, die Spieler - alle Protagonisten der Szene - waren mit einer unerwarteten und total neuen Situation konfrontiert. Ich denke, der erste Gedanke, der ihnen kam, war die Sicherheit der Leute sicherzustellen, ohne dabei irgendein Risiko für die Zuschauer einzugehen.

Verein und Spieler kapitulierten nicht vor einer Gruppe von Fans, noch zeigten sie eine mangelnde Achtung für ihr Trikot und die Regeln des Sports: Im Gegenteil, es ist angebracht einen genaueren Blick auf die Situation zu werfen, vor allem als die Spieler ihre Trikots auszogen. Das primäre Ziel war die Situation so schnell wie möglich zu beruhigen um das Spiel fortzusetzen.

Es gab überhaupt keine andere Initiative, nicht einmal begründet durch den speziellen Moment oder den Instinkt, noch durch mangelnde Verantwortung. Eigentlich, zeigen die Tränen und die Traurigkeit einiger Spieler ihre Achtung für die Farben des Vereins und, im weiteren Sinne, für den Sport generell.

Natürlich ist es rückblickend einfach jetzt vorzuschlagen, dass “Auslöschen” die beste Strategie gewesen wäre. Aber nochmal, in diesem Moment hatte niemand seinen Kopf klar und frei. Wir stimmen überein unsere Prioritäten auf Vorsicht zu legen, aus gesundem Menschenverstand und Selbstbeherrschung.

Viele teilten diese Meinung, die Fans, Familien und Jugendlichen, die den wahren Sport mögen, aber auch die “Professionelle Welt” schien zuzustimmen. Andere waren heftiger mit ihrem Urteil. Natürlich können wir nicht wissen, was passiert wäre, wenn wir anders reagiert hätten.

Ich hätte mir mehr Unterstützung der Institutionen gewünscht, doch vielleicht ließen die generelle Anspannung und die harte Zeiten dies nicht zu. Aber dies ist kein Argument der Schuld. Was sicher ist, und das möchte ich klarstellen, als Mensch und als Sportsmann, ist das: Der Kampf gegen Gewalt und war immer schon eines meiner wichtigsten Ziele für den Genoa CFC.

Mir gefällt es an eine bessere Zukunft glauben: Mit Zuschauer, die für ihre geliebten Spieler klatschen, aber auch sportliche Niederlagen akzeptieren können und sogar Fähig sind genauso für das gegnerische Team zu klatschen. Mir gefällt es an eine bessere Zukunft glauben,  mit einem Stadion voll von Familien mit Kindern, jungen und älteren Personen, die gemeinsam ein Sport Event schauen.

Das sind die Werte des Vereins, den ich stolz repräsentiere - Der älteste Klub Italiens, Genoa CFC 1893 - die, der Verein immer ausgebaut und vorangetragen hat. Und das sind die Werte, an die, die Jugendlichen glauben und mit denen sie aufwachsen.

Enrico Preziosi (Präsident des Genoa CFC)

Anmerkung: Preziosis Brief wurde zuerst auf Englisch übersetzt und dann, von mir, von Englisch nach Deutsch. Durch diese zweifache Übersetzung hat es vielleicht ganz leichte Veränderungen im Text gegeben, der Text ist als nicht Eins zu Eins der selbe, wie jener von Enrico Preziosi.

Tags: Enrico Preziosi Genoa Genoa CFC rotundblau

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